Montag, 22. Juni 2009

Frühlingspräsentationen in Raum 1

Noch bis Ende Juni 2009 ist in Raum 1 das Angebot der Frühlingspräsentation aufgebaut: Kleinformate, Mischtechniken und Kanbans aus dem Jahrgang 2008 von Thilo Götze Regenbogen; Druckgrafik von Kurt Wilhelm Hofmann und Editionen und Multiples von U We Claus. Im pdf-Format sind dazu Verzeichnisse, Beschreibungen und Preislisten erschienen, die wie die Präsentationen auch nach Modulen gegliedert sind, so daß auch zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr noch darauf zugegriffen werden kann. Ab Juli beginnt dann der Aufbau des fünften Raum 1 Akzents mit Mobiliar, Vitrinen und Wand-Exponaten zu einem neuen Thema. Eröffnung voraussichtlich im Oktober oder November 2009.

Montag, 16. März 2009

Die Reihen Fundus und Paralipomena im EygenArt Verlag

Im Frühjahr 2009 starten die neuen Reihen Paralipomena und Fundus im EygenArt Verlag Hofheim. Beide Folgen erscheinen im Format 29,7 x 21 cm auf pastellfarbigen Papieren 80g, geheftet, im gestempelten Umschlag für jeweils € (D) 9,00 zzgl. Porto/Versand. Die Reihe Fundus begleitet und dokumentiert die Archivarbeit und die Sammlungs-Präsentationen. Die Reihe Paralipomena bringt kleinere Untersuchungen, Aufsätze und Essays zu den Themen, die schon in den Büchern und Buchbeiträgen von Thilo Götze Regenbogen behandelt wurden und führt diese unter ausgewählten Gesichtspunkten weiter. Beide Reihen sind soweit technisch und vom Material her möglich illustriert. Alles hat weiter den Charakter von CopyArt, auch wenn inhaltlich mehr die wissenschaftliche Seite überwiegen mag. Außerdem können nun in einem flexibleren Format die laufenden Ausstellungen oder Teilaspekte davon dokumentiert werden. Bestellungen sind gegen Vorkasse über die Mailadresse tgr@tgregenbogen möglich. Im Februar erschien bereits das Heft zum 85. Geburtstag von Giuliano Pedretti, im März ist erschienen CV60 zum 60.Geburtstag von TGR und im April wird das Heft Sammlung Thilo Götze Regenbogen zu den Frühjahrspräsentationen in Raum 1 vorliegen.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Giuliano Pedretti zum 85. Geburtstag

Zum 85. Geburtstag des Schweizer Plastikers Giuliano Pedretti erscheint am 23. Februar die erste Edition der neuen Reihe PARALIPOMENA im EygenArt Verlag mit einem Essay von Thilo Götze Regenbogen und einer Werkabbildung. Diese Reihe ist wie der Name sagt kleineren Arbeiten und Nachträgen, Ergänzungen oder Erweiterungen zu schon publizierten Personen und Themen gewidmet und umfaßt maximal 3 lose Bögen im Format 297 x 420 mm, die gefaltet in einen Umschlag gelegt sind. Jedes Exemplar ist individuell bezeichnet und/oder gestempelt und kostet zzgl. Versand € (D) 9,00. Bestellungen sind ab heute über die Mail-Adresse tgr@tgregenbogen.de möglich. Die Auslieferung erfolgt in der Reihenfolge der eingehenden Bestellungen gegen Vorkasse/Vorausrechnung.

Montag, 9. Februar 2009

Barbara Turner Smith in der STGR

Im Archiv des Forschungsprojekts "Modern Buddhist Art Network 1989-1992" habe ich auf Anfrage gefunden
(Archiv-Signatur: STGR.KOR.886-889):

Kopie eines Briefes von U We Claus vom 7. Mai 1990, in dem er einen Brief zusammenfaßt, den er von ihr erhalten hat und der ihre Lebenssituation erläutert zum Zeitpunkt der Beiträge für "Modern Buddhist Art II".
Dann gibt es noch ein verblaßtes Fax vom 4.9.90 und eines vom 4.5.90, mit denen sie die beiden Beiträge zur Ausstellung eingeleitet hat. Der frühere ist "Installment" bezeichnet und enthält Pflanzliches und einen weißen Keil von oben, der auf einen Tropfen zeigt; der spätere basiert wohl auf einer Collage mit Motorrad-Foto+Fahrer+Texten und zeigt darüber den Text in Versalien:

"THAT WAS A STEALTH BOMBER
NOW IT'S A PAPER TIGER
KISSING
A LIGHT POD
A SEED
- OM -"

Es sind die einzigen Beiträge aus USA zu dieser Ausstellung.
Beide Arbeiten sind abgebildet sowohl im Vorkatalog von 1990 wie in:
Thilo Götze Regenbogen (Hrsg.), Modern Buddhist Art 2: Bildkatalog, Lotos-Studio-Publikationen Bd.4, Kriftel: EygenArt Verlag 1990, ISBN 3-925829-15-6. Unpaginiert, d.h. keine Seitenangaben möglich.
Es sind noch Exemplare der numerierten Auflage von 108 erhältlich.

Die Original-Fax-Beiträge zur Ausstellung sind gerahmt zusammengefaßt als Gruppe, inzwischen etwas verblaßt, aber im Fundus der Galerie vorhanden.

Weitere Hinweise zu BTS finden sich auch auf der englischen Wikipedia-Seite zu ihr.

Mittwoch, 7. Januar 2009

Jahresbilanz Archivierung 2008

Sammlung Thilo Götze Regenbogen

Findbuch 1
A68LP 053
A68B 280
A68DOK 203
A68MSK 036
A68OBJ 038
WV.WKS 013
A68DVD 005
ARB.WV 004
A68ZSR 030
ATL 003
A68TON 007
Summe 672

Findbuch 2
KOR 885
MSK 800
MSK.SC 165
MSK.KAL 078
DOK 016
DOK.EST043
REIS 010
Summe 1997

Findbuch 3
FOT.ALB 009
FOT 013
A68VC 044
PLA 007
Summe 073

Findbuch 4
PUB 161
KÜN.WV 025
B.ENZ 008
ENZ.SCH 001
VLG.LM 100
Summe 295

Findbuch 5
DHA 013
9YB 020
9YB.DOK001
9YB.ZSR 120
12LT 055
Summe 209

Findbuch 6
FA.B 014
S120B 006
ZSR 003
ZTG 043
Summe 066
Gesamtsumme 31.12.08: 3312
Erläuterungen der verwendeten Abkürzungen in Findbuch 1 bzw. bei aktiver Nutzung des Archivs in Raum 1.

Donnerstag, 6. November 2008

Meine Newsletters bei Domeus

Zusätzlich zu diesem Weblog und der Hauptseite www.tgregenbogen.de redigiere ich fünf Newsletters bei Domeus, die alle im EygenArt Verlag erscheinen und bei www.domeus.de publiziert werden: Den "Raum 1 Informationsdienst", "Modern Buddhist Art Network", "Raum 1 LiteraturForum", "Raum 1 FilmForum" und ein Internum. Diese können kostenlos abonniert werden, wenn man sich (ebenfalls kostenlos) bei Domeus registriert. Die Suche ist ebenfalls einfach: Im Suchfeld auf der Startseite von Domeus oben einfach den Gruppennamen/Titel des NL eingeben. Gegenwärtig sind über 100 NL zugänglich. Viel Spaß damit!

Freitag, 31. Oktober 2008

Thilo Götze Regenbogen CV

Werkbiografie zu Buddhismus und Kunst

1949 Geboren in Kloster Lehnin, Mark Brandenburg
1965 Beginn freier künstlerischer und schriftstellerischer Arbeit
1966 Studienbeginn Meisterschule für Handwerker/Werkkunstschule Kaiserslautern
1967 Beginn des ersten Werkzyklus zur buddhistischen Kunst
1968 Schüler von Lama Anagarika Govinda und Maitripada Saraha
1969 Zufluchtnahme/Buddhistisches Bekenntnis, Mainz („AMM“)
1969 Gründung des „Lotos-Studio für Buddhistische Kunst der Gegenwart“,
Bad Dürkheim (ab 1971 Hochheim/Main, ab 1976 Hofheim und ab 1979 Kriftel
am Taunus bis 1992)
1969 Herausgabe des „Garuda - Informationsblatt für Buddhismus und
Gegenwartskunst“ (12 Nrn. bis 1972) u.a. mit Kunst-, Film- und Buchrezen-
sionen
1969 Teilnahme an "Modern Buddhist Art", Zürich
1971 Grafik-Designer grad., Werkkunstschule Kaiserslautern
1971 Studium der Kunsterziehung, Kunstgeschichte, Massenmedien in Mainz und
Frankfurt am Main
1976 Erstes Staatsexamen für Kunst- und Werkerziehung, Mainz
1977 Zweites Staatsexamen, Frankfurt
1978 Oberstufenlehrer und dann Gymnasiallehrer für Kunst/Visuelle Kommunikation
an der Main-Taunus-Schule in Hofheim (bis 2002)
1980 „Zigeunerwäldchenaktionen“, „Götze Regenbogen Manifest“
1981 „EygenArt Manifest/Unkrautkulturmanifest“ (1981/1985)
1983 Beginn "Shambhala-Training/Shambhala Education", Schüler des Vidyadhara,
Chögyam Trungpa Rinpoche
1983 Atelier „Freiraum Stille“ in Hofheim (bis 1985)
1989 Eröffnung der „EygenArt Galerie“ mit der Ausstellung "Menschenwurzeln" in
Schwetzingen
1990 "Modern Buddhist Art II", Wanderausstellung
1990 Gründung der Kunst- und Filmkolumne in den „Lotusblättern“ (DBU)
1991 Gründung des „Raum 1 Forschungsinstituts für Gegenwartskunst“ und des
"Kunstforum Programms", Kriftel
1991 Beginn "Dzogchen-Training", Schüler von Sogyal Rinpoche
1992 Vortragszyklus "Gegenwart der Drei Juwelen: Kunst und Buddhismus"
1992 Teilnahme an "Vehicle Art" (Kunst-Fluxus-Buddhadharma), Wiesbaden
1992 Organisation und Teilnahme "Buddhistische Kunst aus Europa", Berlin
1992 „gate gate“ (24-Stunden-Kunstaktion zusammen mit U We Claus), Kriftel
1993 „bright moments“ Eröffnungsausstellung von „Raum 1“
1993 Herausgabe des „Raum 1 Magazin“ in bisher 10 Ausgaben, darin auch
Enzyklopädie-Artikel, Rezensionen, Essays, CopyArt.
1995 „Sichtung 24“ (zweistündige Performance in „Raum 1“), Kriftel
1995 Beginn des Studienprogramms in „Raum 1“
1998 Beginn der "Raum 1 Sommerretreats" zur Weisheitsüberlieferung in Kunst und
Literatur der Moderne (Rilke, Marc, Kandinsky, Jawlensky) und der "Frühlings-
und Winterretreats"
1999 Gründung des Videoseminars "Buddhismus im Film und in der Kunst",
„Raum 1“ Kriftel, Aufbau der ersten Internet-Präsenz von „Raum 1“
2001 Arbeit an der Buchfassung der Filmessays (erschienen 2002)
2002 Arbeit an der Buchfassung der Kunstessays (Teil 1 erschienen 2004)
2003 Umfangreiches Ausstellungs-und Veranstaltungsprogramm "10 Jahre Raum 1
Fünf Orte fünf Räume Kriftel 2003" (Katalog).
2003 Umzug von „Raum 1“ nach Hofheim am Taunus
2004 Arbeit am zweiten Teil der Kunstessays für eine Buchveröffentlichung (bis
2009).
2004 Beginn der Ausstellungsreihe „Raum 1 Akzent“ in „Raum 1“ Hofheim
(Runderneuerung 2004, Carlfriedrich Claus, Ernst und Karola Bloch 2005,
Joseph Beuys und der 14. Dalai Lama von Tibet 2006, 68.69 Dylan Adorno
Govinda 2008-2009). Fortsetzung der Rezensionstätigkeit für „Buddhismus
aktuell“ (DBU).
2005 Die “Sammlung Best Rosskothen” zeigt TGR in Wiesbaden. Vortragszyklus in
Luzern, Schloss Heidegg/Seetal und Zürich (bis 2006).
2006 Im EygenArt Verlag erscheinen die neuen „Raum 1 Kalender“ jeweils zu einem
Themenschwerpunkt, der mit "Raum 1" verbunden ist (2006 "Wabi", 2007 "gate gate", 2008 "Sichtung 24",
2009 "68.69 Dylan Adorno Govinda").
2007 „Raum 1“ zeigt „20 Jahre EygenArt Verlag“ und „Kanban: Die Disketten“.
Beginn umfangreicher Archivierungsarbeiten in der „Sammlung Thilo Götze
Regenbogen“, Erarbeitung des neuen Sammlungsprofils und der
Nutzungsbedingungen. Fortsetzung der Forschungsarbeit.
2008 Erneuerung der Internetseiten „tgregenbogen“ und Einrichtung des Weblogs
bei Twodays. Zahlreiche Leihgaben für die Ausstellung „Die 68er. Kurzer
Sommer – lange Wirkung“ (Historisches Museum, Frankfurt). Vortrag mit
umfangreichen Aktualisierungen in Damstadt (DIG). Drei Retreats,
Studienwochen und zahlreiche Führungen zur laufenden Ausstellung „68.69
Dylan Adorno Govinda“ in „Raum 1“. Fortsetzung der Archivierungs- und
Forschungsarbeiten. Das 10. „Raum 1 Magazin“ erscheint, ebenso der neue "Raum 1 Kalender".
2009 Das 10.Winterretreat findet im Januar statt zu "Kiichi/Kiitsu" und Nagaya Roshi, einem Schwerpunkt der
laufenden Ausstellung in "Raum 1". Leihgabe und Katalogbeitrag zur Jubiläumsausstellung im Jüdischen
Museum Frankfurt am Main. Beginn der Reihen FUNDUS und PARALIPOMENA im EygenArt
Verlag mit Veröffentlichungen zu Giuliano Pedretti, TGR und der Sammlung Thilo Götze Regenbogen.

Diese Angaben sind eine Auswahl. Fragen und Diskussionsbeiträge im Blog können zu Ergänzungen führen.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Dylan Adorno Govinda Diskussion

Eine Frage ist, wie ich "von Bob Dylan über Adorno zur Lehre des Buddha" gekommen bin. Im Titel der Ausstellung werden ohne Kommasetzung und nur mir Zwischenraum alle drei Namen gleich behandelt. Das geschieht keineswegs zufällig, ist eine bewußte typografische, also gestalterische und sprachliche Entscheidung. Auch in der Montage der Ausstellungsteile selbst - an den Wänden und in den Vitrinen - werden die Kulturfelder Religion, Politik, Wissenschaft/Philosophie, Musik, Poesie und bildende Kunst gleich behandelt. Die Dokumente und Kunstwerke, Fotografien und Objekte, das Mobiliar und die Druckgrafik werden in ihrem gestalterischen und thematischen Gehalt aufeinander bezogen montiert, gebaut, gehängt oder gelegt. So entsteht ein vielfältiges und deutungsoffenes Feld, in dem auch neue Bezüge möglich werden.
Zeitlich war es so, daß ich ab Mitte der 1960er Jahre simultan Adorno gehört und gelesen, Lama Govinda studiert und Bob Dylan übersetzt und gehört habe. Es folgte also nicht eines auf das andere, schon garnicht in dem Sinne, daß ich mich von der Musik über die Philosophie zum Buddhismus bewegt hätte. Alles hat seine Stelle, seinen Klang, seine Reichweite, seine eigene Tiefe. Es gibt Überschneidungen, Grenzen und Konturen und in der Zeit von über 40 Jahren Studium von Dylan Adorno Govinda eine große Vertrautheit und auch ein immer wieder neues Befragen und Beschauen und Bestaunen.....das ich nun 12 Monate lang mit meinen Gästen teilen kann. Willkommen in Raum 1!

Donnerstag, 21. August 2008

Alte und neue Webseiten

Nach acht Jahren Pause sind die bisherigen Webseiten unter tgregenbogen.de wieder in der täglichen Aktualisierung und im Ausbau. Wer die alten Seiten besucht, z.B. die eygenart-verlag.de, kann zwischen den drei alten Seiten und der neuen tgregenbogen hin- und herblättern. So manches auf den alten Seiten ist noch von mehr als historischem Interesse. Nur die Adresse in Kriftel, Kantstraße 1, bitte nicht mehr benutzen! Da ist nicht mal mehr ein Briefkasten zu finden.

Mittwoch, 13. August 2008

Kontaktmöglichkeiten

Möglichkeiten für Interessentinnen und Interessenten, Kontakt aufzunehmen zu Thilo Götze Regenbogen, gibt es viele, aber nur wenige finden die interessierte Zustimmung des Forschers und Sammlers. Thilo Götze Regenbogen agiert auch im Internet offen und ohne Verwendung von Pseudonymen und er erwartet dies auch bei Anfragen, die ihm in schriftlicher Form am liebsten sind. Raum 1 Hofheim, Kurhausstrasse 2 Ateliergebäude, 65719 Hofheim am Taunus ist ohne Ausnahme nur nach Anmeldung für Besucher geöffnet: Fon/Fax/AB 0049-6192-43209. Postzuschriften, sofern es keine Päckchen oder Pakete sind, bitte am besten ans Postfach 1288, 65702 Hofheim am Taunus, Deutschland. Vormerkungen für Sitzungen, Termine für Interviews und Sonderwünsche per Mail an tgr@tgregenbogen.de bitte mindestens zwei Wochen im Voraus vereinbaren! Dann also auf ein "Willkommen in Raum 1."

Mittwoch, 23. Juli 2008

Sammlungsprofil und Nutzungsbedingungen

Sammlung Thilo Götze Regenbogen

EygenArt Verlag in Raum 1
Hofheim am Taunus, Juli 2008

Sammlungsprofil

Der Sammlungsaufbau begann 1965 in Bad Dürkheim und wurde fortgesetzt ab 1971 in Hochheim am Main. 1976 erweiterte sich die Sammlung in Hofheim und ab 1979 in Kriftel am Taunus, um schließlich im Jahre 2008 auf zwei Standorte in Hofheim und Kriftel verteilt zu sein (Wohnung und Raum 1 Forschungsinstitut für Gegenwartskunst).

Die Sammlung umfaßt Archive, Bibliotheken, Kunstwerke verschiedener Künstler und persönliche Gebrauchsgegenstände von Thilo Götze Regenbogen (TGR). Im Zusammenhang mit der künstlerischen, wissenschaftlichen und spirituellen Forschungs-, Publikations- und Ausstellungstätigkeit von TGR entstanden Korrespondenzen, Zeitschriften, Buchbeiträge und Bücher, wurden Kursunterlagen angefertigt, Zeitschriftenarchive und Bibliotheken aufgebaut. Für die enzyklopädische Lehrtätigkeit von TGR sowohl im staatlichen Rahmen als Lehrer für Kunst/Visuelle Kommunikation (1976-2002) wie in freier und selbstgestalteter Form ab 1971 wurden umfangreiche Sammlungen von Dokumenten, Plakaten, OHP-Folien und Dias angelegt. Die Themen sind auf fließenden Austausch zwischen institutioneller und freier Arbeit hin ausgestaltet und tragen auch die Spuren einer solcher Vorgehensweise. Hervorzuheben sind die jahrzehntelange Fokussierung auf ökologisch-künstlerische, emanzipatorische, interreligiöse und spirituell-künstlerische Aufgabenstellungen.

Die Bestände der Sammlung und die Archive sind aus den komplexen Fragestellungen lebenslanger Forschung und Praxis von TGR erwachsen und dienen vorrangig der Fortführung und Publikation dieser Arbeit in Ausstellungen, Zeitschriften-, Buch- und Internetpublikationen. Die Sammlung ist derzeit privat und damit nicht öffentlich.
Darüber hinaus stehen ihre Bestände mit gewissen Einschränkungen allen ernsthaft Suchenden und Forschenden zur Verfügung; vorrangig ForscherInnen, KuratorInnen und anderen SammlerInnen, aber auch für private Studien, sofern die jeweilige Situation dies ermöglicht. Es ergibt sich aus der Beschreibung des Bestandes, daß dieser keineswegs nur für KunsthistorikerInnen von Interesse ist, sondern eine breites Spektrum von ökologischen, sozialen und spirituellen und insbesondere auch buddhistischen Dokumenten, Kunstwerken, Schriften und Korrespondenzen aufweist. So ist z.B. ein wesentliches, sich über mehr als vier Jahrzehnte hindurchziehendes Interesse die Frage von TGR gewesen, welchen veränderten gesellschaftlichen Bedingungen eine westliche buddhistische Kunst heute ausgesetzt ist und sich auch aussetzen sollte.
Hierzu gehört auch die Dokumentation des Lebens- und Werkgangs von TGR, wozu alles Erhaltene an Korrespondenzen, Publikationen und künstlerischen Arbeiten archiviert ist bzw. der Archivierung in den nächsten Jahren zugeführt werden soll.

Da die Sammlung keinerlei Zuschüsse erhält und Beiträge erwirtschaften muß, die ihren Fortbestand und ihre Arbeit sichern helfen, werden im Regelfall Nutzungs- und Leihgebühren erhoben. Die dafür geltenden Regeln sind in den Nutzungsbedingungen der STGR beschrieben.

Archive

Archiv 68
Archiv der EygenArt Galerie
Archiv des EygenArt Verlags
Archiv Künstler
Archiv der Raum 1 Galerie
Archiv Sichtung 120
Dharma-Archiv (Buddhismus)
Documenta Archiv in Raum 1
Dokumente
Enzyklopädisches Archiv
Filmarchiv
Foto- und Dia-Archiv
Garuda- und Godestal-Archiv
Joseph Beuys Archiv in Raum 1
Korrespondenzen
Manuskripte
Modern Buddhist Art Network
Objekte
Plakatarchiv
Pressearchiv
Tonarchiv
Videoarchiv
Zeitungsarchiv
Zeitschriften in der 9YB

Bibliotheken

Neun Yanas Bibliothek (9YB) in Raum 1
Bibliothek Sichtung 120 (Kriftel)
Die enzyklopädische Bibliothek (Kriftel)
Die kunsthistorische Bibliothek (Kriftel und Hofheim)

Kunstwerke

Werke Thilo Götze Regenbogen
Werke anderer Künstler

Persönliche Gebrauchsgegenstände des Sammlers

Mobiliar der Lotos-Studios in Bad Dürkheim, Hochheim, Hofheim und Kriftel (1969-2002);
Mobiliar von Raum 1 Kriftel (1992-2003) und Hofheim (ab 2003);
Gebrauchsgegenstände der Ateliers von TGR seit 1965.

Erschließung

Suchmöglichkeiten bestehen gegenwärtig über Verzeichnisse und Findbücher, die hauptsächlich handschriftlich erstellt wurden. Das erste, um 1966 begonnene Verzeichnis ist das Werkverzeichnis TGR, das auch in maschinenschriftlicher Form erstellt wurde und von dem jüngere Teile ab 1998 schon digital vorliegen. In den Arbeitsjahren 2007-2008 wurden zusätzlich sechs handschriftliche Findbücher im Format A5 angelegt, die fortwährend ergänzt werden.


Nutzungsbedingungen und Gebühren

Die Gebühren für die Nutzung der Archive der STGR werden für jede Anfrage gesondert ermittelt. Sie sind abhängig von

· der Bewertung des jeweiligen Interesses durch den Sammler,
· der Art der Anfrage und worauf sie sich richtet,
· dem Umfang der durch die Bearbeitung der Anfrage entstehenden Aufwendungen in personeller, zeitlicher und materieller Hinsicht,
· den aktuellen und perspektivischen Arbeitsbedingungen des Archivs (der Sammlung Thilo Götze Regenbogen).

Thilo Götze Regenbogen


Sammlung Thilo Götze Regenbogen
c/o Raum 1 Forschungsinstitut für Gegenwartskunst
Postfach 1288, 65702 Hofheim am Taunus
Deutschland
Fon+Fax+AB 0049 (0) 6192 43209
Weblog: http://tgregenbogen.twoday.net/
Paketpost bitte nur an
Thilo Götze Regenbogen,
Rossertstraße 3, 65830 Kriftel am Taunus

Montag, 21. Juli 2008

Thilo Götze Regenbogen: Arbeiten über/erschienen

DIESE AUFSTELLUNG WURDE ERST IM JAHRE 2008 BEGONNEN UND WIRD RÜCKWIRKEND ERGÄNZT NACH ARCHIV UND MITTEILUNG, IST ALSO WORK IN PROGRESS. SIE UMFASST SOWOHL KÜNSTLERISCHE ORIGINALARBEITEN WIE MANUSKRIPTE UND NOTATE, TYPOSKRIPTE, DIGITALDRUCKE UND DRUCKGRAFIK, EDITIONEN UND BÜCHER, SOWIE ARCHIVALIEN ALLER ART.

1991: BAE Yong-kyun.
1993: Derek Jarman, Herbert Achternbusch.
1994: Derek Jarman, Bernardo Bertolucci, Clemens Kuby, S.H. der 17.Karmapa.
1995: Krzysztof Kieslowski, Juliette Binoche, Julie Delpy, Alexej von Jawlensky.
1996: Krzysztof Kieslowski, Irène Jacob.
1997: S.H. der Dalai Lama, Jean-Jacques Annaud, Heinrich Harrer, Peter Aufschnaiter, Richard Gere, Bai Ling,
Alexej von Jawlensky.
1998: Martin Scorsese, S.H. der Dalai Lama, Ehrw. Thich Nhat Hanh, Thomas Lüchinger.
1999: Gautama Buddha, Sogyal Rinpoche, Carl Gustav Carus, Joseph Beuys, Friedensreich Hundertwasser,
Dagyab Kyabgön Rinpoche, Herbert Krill.
2000: Dzongsar Khyentse Rinpoche, Doris Dörrie, Wim Wenders, Hermann Hesse, Alexej von Jawlensky.
2001: Gautama Buddha, John Cage.
2002: Hermann Hesse, Nam June Paik, KANG Ik-Joong.
2004: Sogyal Rinpoche, Alexej von Jawlensky.
2005: Karola Bloch, Ernst Bloch, Carlfriedrich Claus, Rolf Schwendter.
2006: Klaus Sobolewski.
2008: Friedel Schulz-Dehnhardt, Giuliano Pedretti, Bob Dylan, Lama Anagarika Govinda, Theodor W. Adorno,
Doris Dörrie, S.H. der Dalai Lama, Rick Ray, Kengo Kuma, Ernst Schäfer, GAO Xingjian, Takashi Murakami,
Brice Marden, Peter Doig, Michael von Brück, Rußland um 1900, Tucholsky.
2009: Gandhara, Bettina von Arnim, Christa 'Nico' Päffgen, E.W.Nay, Klemens Ludwig, Kenneth Bi, B. Alan Wallace, Giuliano Pedretti, TGR, Bettina von Arnim, Alexander von Humboldt, William Adams, Charles Darwin, Wolf Kahlen.

Sonntag, 20. Juli 2008

Quellen zu Gao Xingjian und Hui-neng

Hui-neng (638–713)
Der 6. chinesische Patriarch des Meditations-Buddhismus (chin. Ch’an, jap. Zen) seit dem indischen Gründer Bodhidharma. Auf ihn geht die Übertragung des Buddha-Dharma von Herz-Geist zu Herz-Geist zurück und er hat dieser Lehrrichtung des Zen zum ersten Mal eine eigene, chinesische Prägung gegeben. Sein berühmtes Sutra, (gesprochen) vom Hohen Sitz des Dharma-Schatzes wurde 1928-29 erstmals ins Englische übertragen von WONG Mou-lam (Shanghai 1930), erschien in A Buddhist Bible von Dwight Goddard (Thetford/Vermont, USA 1932) und 1949 in einer Übersetzung von Daisetz Teitaro Suzuki. Seit 1957 bzw. 1958 liegt es auch in deutscher Sprache vor. Mit Hui-neng und seinen Dharma-Nachfolgern begann das goldene Zeitalter des Ch’an in China, das während der T’ang- und Sung-Zeit zahlreiche überragende Meister hervorbrachte, deren rätselhafte Taten und Aussprüche (Kôan) bis heute Inspiration und Ansporn für Übende in aller Welt sind. Besonders die Darstellungen der Lehr-Szene Hui-neng zerreißt eine Sutra-Rolle, z.B. in dem Tuschebild von Liang-k’ai (12.Jh.), welche die ikonoklastische (text- und bildkritische) Grundhaltung dieser Zen-Schule zum Ausdruck bringt, haben moderne Westler beeindruckt: Robe und Schriften als Symbole der Tradition werden von Generation zu Generation weitergegeben, der Dharma (das Wesensverständnis der Lehre des Buddha) muß von Geist zu Geist übermittelt werden. Im Zeitraum der Moderne wurden weltweit zahlreiche Künstler und Schriftsteller vom Zen beeindruckt, so auch GAO Xingjian, der Hui-neng das erste Theaterstück (Snow in August, 2000) gewidmet hat. Über seinen Meister sagte Hui-neng: „Es gibt nichts, was mir der fünfte Patriarch übermittelt hätte. Es kam nur auf die Einsicht in das eigene Wesen an. Versenkung sowie Erlösung (und sonstige ‚buddhistische’ Fragen) wurden nicht erörtert, weil dies eine Betrachtung von Gegensätzen wäre und nicht der Buddha-Dharma. Der Buddha-Dharma ist die Lehre der Nicht-Zweiheit. Das Wesen der Nicht-Zweiheit ist in seiner Soheit Buddha-Wesen.“

Quellenhinweise zu Hui-neng
Hui-neng, Autobiographie eines Zen-Meisters, in: Entering the Stream, dt. Ein Mann namens Buddha, hrsg. v. Samuel Bercholz und Sherab Chödzin, Bern/München/Wien: O.W.Barth Verlag 1994, S.229-243.Hui-neng, Das Sutra des Sechsten Patriarchen: Das Leben und die Zen-Lehre des chinesischen Meisters Hui-neng (638-713) mit Erläuterungen von Soko Morinaga Roshi. Aus dem Chinesischen und dem Japanischen übersetzt von Ursula Jarand, München/Bern u.a.: O. W. Barth bei Scherz, 1989.Der 6. Patriarch kommt nach Manhattan. Sokei-an’s Kommentar zum Plattform Sutra des chinesischen Zen-Meisters Hui-neng von Shigetsu Sokei-an, Berlin: Theseus Verlag 1988.Daisetz Teitaro Suzuki, Die Zen-Lehre vom Nicht-Bewußtsein: Die Bedeutung des Sutra von Hui-neng, München: Otto Wilhelm Barth-Verlag 1957.Wei-lang, Das Sutra des Sechsten Patriarchen, übers. u. hrsg. v. Raoul von Muralt, Mahayana-Buddhismus Bd.3, Zürich: Origo Verlag 1958.

Zitat Hui-neng
„Die allerhöchste Erleuchtung bedeutet, mit einem Mal und unmittelbar den ursprünglichen Geist zu erkennen - zu erkennen, daß das eigene Wesen ursprünglich ohne Geburt und Tod ist, und es bedeutet, immer und überall mit jedem Gedanken zu erkennen, daß die Zehntausend Dinge nicht stillstehen. Es bedeutet zu wissen, daß eine Wahrheit die ganze Wahrheit ist, daß jedes Ding von Natur aus die ganze Wahrheit verkörpert, daß der Geist in seiner Soheit die Wahrheit ist. Auf diese Weise zu erkennen, ist das eigene Wesen der allerhöchsten Erleuchtung.“

Vita GAO Xingjian
1940 geboren in Ganzhou, Provinz Jiangxi Sheng, China.1951 – 1957 Besuch des Gymnasiums in Nanjing, Provinz Jiangsu Sheng, China. Sein Wunsch, Malerei zu studieren, wird von der Mutter zurückgewiesen.1957 – 1962 Fremdsprachenstudium in Peking, Provinz Beijing, China (Diplom).1962 – 1970 Übersetzer für Fremdsprachen in Peking.1970 – 1975 Während der Kulturrevolution (1966-1976) wird er gezwungen, als Bauer auf dem Land zu arbeiten. Seine bisherigen literarischen Ergebnisse muß er verbrennen. Er schreibt heimlich weiter.1975 Nach der Rückkehr nach Peking Wiederaufnahme der Tätigkeit als Übersetzer.1979 Beginn der Möglichkeit, seine Essays, Novellen und Erzählungen in Literaturzeitschriften Chinas zu veröffentlichen.1981 Sein Erster Essay über die Kunst des modernen Romans provoziert in China eine umfassende Debatte über "Modernismus und Realismus". Sein Theaterstück Alarmsignal markiert den Beginn des experimentellen Theaters in China, wird jedoch Gegenstand einer großen polemisch geführten Diskussion.1983 Sein Theaterstück Die Busstation wird von den chinesischen Machthabern verboten und Gao Xingjian wird Ziel massiver Attacken während der politischen Bewegung "Gegen die geistige Umweltverschmutzung".1983 – 1984 Er verläßt Peking und unternimmt mehrere lange Reisen in das Yang-Tse-Kiang-Becken.1985 Sein Theaterstück Der wilde Mann wird Gegenstand einer weiteren polemisch geführten Debatte. Auf Einladung des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) und des französischen Auswärtigen Amts hält er sich acht Monate in Europa auf. Seine erste Ausstellung im Berliner Künstlerhaus Bethanien wird ein Erfolg.1986 Die Proben zu seinem neuen Stück Das andere Ufer werden in Peking unterbunden. Über ihn wird ein generelles Aufführungsverbot seiner Stücke verhängt.1987 Auf Einladung des Morat Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg, und des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation, Paris, verläßt er China und lebt in Paris. Hier setzt er die Arbeit an seinem 1982 in China begonnenen Roman Der Berg der Seele fort und beginnt auch wieder zu malen.1989 Nach den Ereignissen auf dem Platz vor dem Tor des himmlischen Friedens (Tian´anmen) in Peking beendet er den Roman Der Berg der Seele. Er schreibt das Theaterstück Die Flucht, das ein Verbot aller seiner Werke in China nach sich zieht. Er erhält in Frankreich daraufhin den Status eines politischen Flüchtlings und läßt sich endgültig in Paris nieder.1990 –1991 Sein Roman Der Berg der Seele wird 1990 in Taiwan und 1991 in Schweden publiziert.1992 Das Kungliga Dramatiska Teatern von Stockholm führt sein Stück Die Flucht auf. In Frankreich wird er zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt.1994 Sein Theaterstück Der Schlafwandler erhält in Belgien den Prix de la communauté française.1995 Sein Roman Der Berg der Seele erfährt nach der Übersetzung durch Noël et Liliane Dutrait einen überragenden Erfolg.1997 Er erhält die französische Staatsbürgerschaft. Für seinen Roman Der Berg der Seele erhält er den Prix du Nouvel An chinois.1998 Sein Roman Das Buch eines einsamen Menschen wird in Taiwan veröffentlicht.2000 Er erhält den Literaturnobelpreis sowie den italienischen Premio Letterario. Vom französischen Präsidenten wird er zum Chevalier de l’Ordre de la Légion d’Honneur nominiert.2001 An der Universität Sun Yat-sen, Taiwan, sowie an der Université de Provence Aix- Marseille, Frankreich, wird er jeweils zum Doctor Honoris Causa ernannt. Die Universität von Hong-Kong, China, erkennt ihm den Ehrengrad des Doktors der Literatur zu.2002 Er wird Mitglied des Comité de lecture de la Comédie Française. Die American Academy of Achievement übergibt ihm The Golden Plate Award.2003 Er wird zum Mitglied der Académie universelle des Cultures in Frankreich gewählt.2006 Die New York Public Library verleiht ihm den Preis Library Lions.

Einzelausstellungen (Auswahl) GAO Xingjian
1985 Théâtre d’art du peuple de Pékin, ChineBerliner Künstlerhaus Bethanien, Berlin, AllemagneAlte Schmiede, Vienne, Autriche1987 Département de la Culture, Lille, France1988 Office municipal des Beaux-Arts et de la Culture, Wattrelos, France1989 Östasiatiska Museet, Stockholm, Suède1990 Centre culturel de Lumière de Chine, Marseille, France1991 Espace d’art contemporain Confluence, Rambouillet, France1992 Centre culturel de l’Asie, Marseille, France1993 Maison de la Culture de Bourges, FranceGalerie Hexagon, Aachen, Allemagne1994 Teatr Polski, Poznan, Pologne1995 Taipei Fine Arts Museum, Taiwan1996 Palais de Justice, LuxembourgAlisan Fine Arts, Hong Kong1997 The Gallery Schimmel Center of the Arts, New York, États-Unis1998 Galerie La Tour des Cardinaux, l’Isle-sur-la-Sorgue, France1999 Le Printemps du Livre, Cassis, France2000 Asia-Art Center, TaipeiFrank Pages Art Galerie, Baden-Baden, AllemagneMorat Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg, Allemagne2001 Palais des Papes, Avignon, FranceNational History Museum, Taipei, Taiwan2002 Museo Nacional, Centro de Arte Reina Sofia, Madrid, Espagne2003 Musée des Beaux-Arts de Mons, BelgiqueMusée des Tapisseries, Aix-en-Provence, France2004 Centre de Cultura Contemporànea de Barcelona, Espagne 2005 Singapore Art Museum, SingapourFrank Pages Art Galerie, Baden-Baden, Allemagne2006 Institut Français, Berlin, Allemagne Musée des Beaux-Arts de Berne, Suisse2007 Ludwig Museum, Koblenz, Deutschland

Quellenhinweise (Auswahl) zu GAO Xingjian
Gao Xingjian, Die Busstation, Lyrische Komödie, Berlin: Henschel Verlag 2000. Gao Xingjian, Nächtliche Wanderung: Reflektionen über das Theater, Neckar-gemünd: Edition Mnemosyne, Reihe 'GegenSatz', Bd.3, 2000.Gao Xingjian, Tuschmalerei 1983-1993, Morat-Institut für Kunst und Kunstwis-senschaft, Freiburg im Breisgau: modo Verlag 2000.Gao Xingjian, Auf dem Meer, Erzählungen, Frankfurt am Main: S.Fischer 2000. Gao Xingjian, Der Berg der Seele, Roman, Frankfurt am Main: S.Fischer 2001. Gao Xingjian, Snow in August, Hong Kong: The Chinese University Press 2003. Gao Xingjian, Das Buch eines einsamen Menschen, Roman, Frankfurt am Main: S.Fischer 2004. Gao Xingjian: La Fin du Monde, Katalog anläßlich der Ausstellung im Ludwig Museum Koblenz, hrsg. v. Beate Reifenscheid, Bielefeld: Kerber Verlag 2007.

GAO Xingjian
Unter dem Titel eines monumentalen neuen Bildzyklus « LA FIN DU MONDE » eröffnete am 28. März 2007 im Ludwig-Museum Koblenz die erste Museumsausstellung des international renommierten chinesischen Künstlers und Literaturnobelpreisträgers GAO Xingjian (bis 27. 05. 2007). Der seit zwanzig Jahren in Paris lebende Maler und Schriftsteller (Jg. 1940) wird im überregional durch herausragende Einzelpräsentationen und thematische Ausstellungen bekannt gewordenen Haus auf zwei Ebenen mit mehr als 100 Werken aus den Jahren 1986 bis 2006 vorgestellt – ein sensationeller Einblick in das bei uns nur selten zu sehende Schaffen eines der bedeutendsten Exilchinesen, im deutschsprachigen Raum durch seinen großen autobiografischen Roman Der Berg der Seele bekannt geworden, geschrieben in Peking und Paris 1982-1989, bei Fischer seit 2001 in deutscher Übersetzung vorliegend. 1999 schloß er seinen zweiten Roman Das Buch eines einsamen Menschen ab, der seit drei Jahren ebenfalls im Fischer Verlag vorliegt. In originär chinesischem Verständnis bilden dabei literarisches und künstlerisches Schaffen korrespondierende Arbeitsfelder ohne jedes rivalisierende Gebahren. Im Jahre 2000 wurde Gao Xingjian mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet „für ein Werk von universaler Gültigkeit, bitterer Einsicht und sprachlichem Sinnreichtum, das chinesischer Romankunst und Dramatik neue Wege eröffnet hat.“ Er wird aber nicht nur international als Literat, Theatermacher und Filmer gefeiert, sondern er ist auch als ein hervorragender, sensibler Maler anerkannt, der mit durchaus traditionellen chinesischen Mitteln (sog. Reispapier und Tusche), abstrakte Bilder formuliert, die im weitesten Sinne an Landschaften, innere Welten und kosmische Vorgänge erinnern. Mit nur wenigen Akzenten vermag es Gao, die Tusche zu „modellieren“. Der im Ludwig-Museum Koblenz Titel gebende Zyklus La Fin du monde aus dem Jahr 2006 - zum Teil monumentale Tuschebilder (etwa in den Maßen 240 x 350 cm), die entgegen GAOs Gewohnheit mit den traditionellen Malmitteln Reispapier und Tusche zu arbeiten, nun sämtlich auf Leinwand ausgeführt sind – wird auch im schönen Katalog vorgestellt, mit Beiträgen von Gao Xingjian und Museumsdirektorin Dr. Beate Reifenscheid, erschienen im Kerber Verlag, Bielefeld (ca. 152 S., ca. 110 Farbabb.).

Sichtung 120

Das Forschungsfeld Sichtung 120 in Raum 1 umfaßt mittlerweile etwa 150 Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller und Praktizierende spiritueller Traditionen beiderlei Geschlechts, die von herausragender Bedeutung für die Weisheitsüberlieferung in Kunst und Kultur der Moderne und der Gegenwart sind. Sie werden hier vorgestellt, in Raum 1 dokumentiert, in der Neun Yanas Bibliothek gesammelt und in die Akzentausstellungen in Raum 1 einbezogen.

GAO Xingjian

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GAO Xingjian und Thilo Götze Regenbogen im Gespräch vor dem Werk La Fin du Monde (2006, 240x350 cm, Öl auf Leinwand), Ludwig Museum im Deutschherrenhaus, Koblenz am Rhein, 28.3.2007. Foto: Beate Reifenscheid.

Thilo Götze Regenbogen, Interview GAO Xingjian 28.3.2007

TGR: Maître GAO, ich freue mich sehr, daß wir uns wiedersehen. In Frankfurt hatten wir ja schon eine Begegnung zusammen mit Helmut (Forster-Latsch, Übersetzer des GAO-Romans „Der Berg der Seele“, Frankfurt 2001) während der Buchmesse 2006. Die Fragen, die ich heute mitgebracht habe anläßlich Ihrer Ausstellung im Ludwig Museum Koblenz, sind so offen formuliert, daß ich hoffe, Sie werden eine Antwort finden, ohne sich eingeengt zu fühlen durch ein Korsett von Begriffen.

GAO: Einverstanden.

TGR: Religiös gebundene Menschen stellen sich im Umgang mit der Kunst manchmal vor, man könne den Kunstwerken Glaubenssätze oder religiöse Überzeugungen ablesen. Was antworten Sie einem Menschen, der solches von Ihnen und Ihren Bildern erwartet?

GAO: Meine Werke haben diesen Geist, diesen Geist des Zen („l’esprit Zen“), sind davon sehr geprägt. Es gibt tatsächlich diesen religiösen Gehalt in meiner Arbeit. Ich habe ein Stück geschrieben und dann mit meinem Freund, einem Komponisten, in Szene gesetzt, eine große Oper über den sechsten Patriarchen des Ch’an, Hui-neng, die genau auf diesen Wurzeln basiert. Für mich ist der sechste Patriarch nicht nur ein religiöser Führer, sondern auch ein Philosoph. Er hat eine bestimmte Art des Denkens und des Fühlens gezeigt und initiiert. Das bedeutet, er enthüllt das Bewußtsein des Menschen selbst einschließlich seines eigenen, um die Welt zu beobachten.

TGR: Das scheint mir doch zentral auch für Ihre eigene Arbeit im künstlerischen Bereich zu sein. Diese Sicht ist sehr verschieden von der gängigen westlichen Herangehensweise von außen. Ist das so?

GAO: Ja, mit diesem Bewußtsein. Es ist nicht einfach der Blick, es ist nicht nur die Vision, es ist das Bewußtsein, das diesen Blick erhellt.

TGR: Es handelt sich also nicht z.B. um ein psychoanalytisches Verfahren?

GAO: Keineswegs. Diese Vision ist nicht einfach eine Repräsentation der Wirklichkeit.

TGR: Praktizieren Sie selbst irgendeine Art formeller Meditation oder sind das Schreiben oder der Akt des Malens Ihnen Meditation genug?

GAO: Das Schreiben oder Malen, meine Arbeit selbst ist für mich eine einzige Meditation. Auf eine formelle andere Weise praktiziere ich nicht. Dabei spielt die Musik eine große Rolle, beim Malen höre ich zumeist Musik.

TGR: Ist das ein Geheimnis oder würden Sie uns verraten, welche Art von Musik Sie meim Malen inspiriert?

GAO: Ich wähle vorher ein bestimmtes Stück aus, das ich immer und immer wieder anhöre während der Arbeit. Es ist kein Geheimnis: Ich bevorzuge z.B. Barock und Klassik, Bach, Vivaldi – sehr europäisch, keine Chinesen – aber auch japanische Gegenwartskomponisten wie Takemitsu und einen ausgezeichneten koreanischen Komponisten der Gegenwart. Auch sehr moderne Komponisten wie z.B. Steve Reich oder Alfred Schnittke.

TGR: Hat das Werk des buddhistischen Mönchsmalers Pa-ta-schan-jen (Chu Ta, 1624-1705) für Sie selbst heute noch Bedeutung?

GAO: Er ist für mich sehr wichtig auch als jemand, der das Malen mit der chinesischen Tusche nochmals neu entwickelt, weitergeführt, neu erfunden und neue Wege erschlossen hat.

TGR: Meinen Sie mehr seine technische Entwicklung oder auch die spirituelle Bedeutung seiner Haltung?

GAO: Normalerweise ist die chinesische Landschaft in der Tuschmalerei sehr codiert. Man muß sie in der Ikonographie lesen können, um sie zu verstehen. Pa-ta-schan-jen war jemand, der sehr frei von diesen Codes war.

TGR: Wären Sie damit einverstanden, wenn man Ihre Malerei als eine neue Form von „Zen-Kunst“ klassifizieren würde?

GAO: Ich habe nichts dagegen.

TGR: Auf mich wirkt Ihre Kunst universell, also keineswegs nur für Zen-Adepten lesbar oder in einer kleinen Ecke von Paris oder nur in Deutschland oder Österreich verständlich.

GAO: Ja, das stimmt. Ich möchte allerdings die chinesischen Spuren, die „Chinoiserie“ in meiner Behandlung der Themen beseitigen.

TGR: Sie gelten als Erfinder des „Zen-Theaters“. Leider ist es mir bisher nicht geglückt, etwas von Ihren Theaterarbeiten und Dramaturgien zu sehen. Ich weiß auch nicht, ob es in Deutschland bisher eine Aufführung davon gegeben hat. Ich möchte Sie bitten, die Grundlinien Ihres Verständnissen von „Zen-Theater“ zu skizzieren.

GAO: Es handelt sich zunächst einmal um eine Kritik am Theater.

TGR: Am europäischen oder am chinesischen Theater?

GAO: Ein Freund von mir, der in London lebende Professor Zhao Yiheng, hat diese Formulierung „Zen-Theater“ erfunden und mich in einem Buch zum Begründer desselben erklärt. Ich bin nicht dagegen, aber es ist nicht nur das. Es gibt keinen GAO-Stil .
Im Grunde ist das Theater ja nach dem Zweiten Weltkrieg nochmals neu erfunden worden, wobei ich mich auf das westliche Theater beziehe. Es sind andere Formen erprobt worden, wie z.B. bei Samuel Beckett. Das ist alles im 20. Jh. geleistet worden und ich möchte das Theater im 21. Jh. nochmals neu bestimmen, aber ich möchte dies aus der Position des Dramaturgen tun, der einen dramatischen Stoff umsetzen will.
Auf Deutsch ist davon noch fast nichts übersetzt, in Englisch gibt es einiges, viel schon im Französischen. Gerade war ich in Spanien, es sind dort fünf Stücke in Übersetzung und im kommenden Jahr (2008) wird es in Barcelona mehrere Produktionen geben.

TGR: Könnten Sie bitte an einem möglichst konkreten Beispiel verdeutlichen, was Ihr Theater der Zukunft kennzeichnet?

GAO: Die Intrige wird verschwinden. Man wird über die Besetzung sprechen müssen. Die Rollen der Handelnden werden nicht mehr festgelegt sein.

TGR: Greifen Sie damit nicht direkt das Identitäts-Konzept an?

GAO: Das überkommene Konzept ist ja, daß eine Person „Ich“ sagt, dieses „Ich“ sagt „Du“ oder sagt „Er“ oder sagt „Sie“. Das ist für mich nur ein Blickwinkel. Davon möchte ich mich gänzlich lösen, das möchte ich aufheben.

TGR: Wie meinen Sie das?

GAO: Es gibt in einem Stück „Le Quêteur de la Mort“ (2003) z.B. nur zwei Redner, Sprecher 1 und Sprecher 2, keine individuellen Personen. Das ist die Dualität, Zwiefältigkeit eigentlich einer Person.

TGR: Das berührt sich mit meinem Verständnis Ihrer Romanfiguren bzw. Ihrer Weise von Autorenschaft.

GAO: Ganz richtig. Sie sprechen immer das „Du“, nicht das „Ich“.

TGR: Es ist unbedingt notwendig, daß dieses Theater auch in die deutschsprachigen Länder kommt!

GAO: Ein anderes Stück zeigt vier Personen, die jeweils die drei anderen Personen in sich vereinen und spiegeln können. Das ist aber ein falscher Dialog, kein richtiger Dialog. Sie nehmen immer die Perspektive der anderen ein.

TGR: Das ist nicht nur Zen, sondern schon französische Linguistik. Es ist auch eine Dynamik des Mahayana, sich zu identifizieren mit dem Anderen, aus seiner/ihrer Sicht sehen und sprechen zu lernen. Wichtig zu sagen, daß dies nicht nur ein intellektuelles Spiel ist.

GAO: Ja, es ist auch sehr, sehr psychisch, seelisch.

TGR: Was meinen Sie mit dem „Ende der Welt“ (Ausstellungs-und Werktitel): Das Ende der Welt von uns allen, das persönliche Ende (z.B. mit dem eigenen Tod) oder eine Grenze, die man überschreiten oder nicht überschreiten kann?

GAO: Das ist eine grundlegende Frage. Das „Ende der Welt“ assoziieren fast alle mit dem Tod, mit dem Ende und dem Tod. Es ist für mich aber nicht nur das, es gibt heute ein Realität, die uns bedrückt, die materiellen, keineswegs nur psychischen Probleme. Da ist die Klimaerwärmung, die Luftverschmutzung, die Vogelgrippe, Rinderwahnsinn - die Menschen schaffen ihre Übel selber. Was kann man machen? Die Situation wird immer schwieriger und schlimmer und es gibt eine große Angst, die dadurch entsteht. Auch für mich persönlich. Hier geht es also nicht nur um den Tod eines Individuums, sondern das sind wir alle, um die es hier geht.

TGR: Maître GAO, wir danken Ihnen herzlich für dieses Gespräch.

Das Interview mit GAO Xingjian fand am 28.3.2007 im Ludwig Museum Koblenz statt, wo am gleichen Abend die Ausstellung „GAO Xingjian – La Fin du Monde“ eröffnet wurde (28.3.-27.5.2007). Die Fragen stellte Thilo Götze Regenbogen. Für das Zustandekommen des Interviews, sowie für ihre freundliche und engagierte Übersetzungshilfe aus dem Französischen und zurück danken wir der Direktorin des Ludwig Museum Koblenz, Frau Dr. Beate Reifenscheid.

Kurzbesuche, Kunstsitzungen, Seminare

Raum 1 und die aktuelle Ausstellung kann in Form eines Kurzbesuchs, für die Dauer einer Kunstsitzung mit thematischem Schwerpunkt oder einer bestimmten Fragestellung und als ein- oder mehrtägiges Seminar gebucht werden. Näheres zu den schon stattgefundenen Veranstaltungen siehe Menüpunkt Studienprogramm.
Je konkreter die Besucherwünsche sind und je eher sie vorher mitgeteilt werden, desto größer ist der zu erwartende Erfolg. Wenn von der halbstündigen Kunstsitzung 10 Minuten schon darauf verwendet werden müssen, die Vorkenntnisse und Erwartungen der Gruppe herauszufinden, bleiben nur noch 20 Minuten für die Bearbeitung der Fragestellung. Da das Angebot sichtbares Material, also Kunstobjekte, Mobiliar, Fotografien und Dokumente umfaßt, ist es wenig erfreulich, abstrakte Fragestellungen zu bearbeiten, so als wäre garkeine Ausstellung, als wären keine konkreten Belege vorhanden. Der Kurator hat ein Jahr Arbeit darauf verwandt, die Exponate auszuwählen und zu arrangieren und freut sich auf interessierte BesucherInnnen, die diese auch tatsächlich anschauen wollen, die also wahrnehmen wollen, bevor sie diskutieren und die sich in der Diskussion auf die Exponate beziehen wollen. Dylan, Adorno, Lama Govinda: das ist eine komplexe Mischung, die ein Interesse an Ergründung und Vertiefung erfordert, um sich tatsächlich in ihrer ganzen Vielfalt zu erschließen.

Dienstag, 27. Mai 2008

Einladung, Seminarideen anzufragen

Vom 19.-25.5.2008 fanden die erste Studienwoche und das 7.Frühlingsretreat von Raum 1 statt, diesmal mit Bezug zum aktuellen Raum 1 Akzent 68.69 Dylan Adorno Govinda. Thematische Schwerpunkte des Trainingsseminars waren die Sanskrit-Leitbegriffe Lotos, Maitrî (liebende Güte) und Maitreya (der Buddha der Zukunft). Siehe dazu im Menüteil Studienprogramm! Darüber hinaus bietet die Ausstellung selbst eine Fülle weiterer Anknüpfungspunkte, die in den nächsten Studienwochen und Retreats wieder aufgegriffen und weitergeführt werden sollen und natürlich können auch andere Gruppen von Interessentinnen und Interessenten Seminare zu eigenen Themenschwerpunkten und Fragestellungen anfragen, z.B.: Buddhismus und Politik, Meditation und Gesellschaft, Tibet 1968 und heute, Buddhismus und Gegenwartskunst, Zum Kunstbegriff des Lotos-Studio 1968-1969, Zur Publikationstätigkeit des Lotos-Studio um 1969, Lotos-Studio und APO 1969.

Das erste Seminar zur Ausstellung hat stattgefunden.

Vom 19.-25.5.2008 fanden die erste Studienwoche und das 7.Frühlingsretreat von Raum 1 statt, diesmal mit Bezug zum aktuellen Raum 1 Akzent 68.69 Dylan Adorno Govinda. Thematische Schwerpunkte des Trainingsseminars waren die Sanskrit-Leitbegriffe Lotos, Maitrî (liebende Güte) und Maitreya (der Buddha der Zukunft). Insbesondere das Lotos-Symbol spielt im ersten Teil der Ausstellung eine große Rolle, da 1969 das Lotos-Studio (1969-1992) in Bad Dürkheim an der Weinstraße von TGR gegründet worden ist und auch sein künstlerisches Werk der ersten buddhistischen Werkphase häufig dieses Symbol in vielfältiger Verwendung aufweist. Der Buddha Maitreya ist Zentralgestalt des buddhistischen Ordens Arya Maitreya Mandala, der von Tomo Geshe Rinpoche und Lama Anagarika Govinda gegründet worden ist und dessen Freundeskreis TGR ab 1969 angehört hat. Die Meditationen über liebende Güte schließlich bildeten den Kern des Trainingsteils am Retreatsonntag. Die Lehren zum Maitrî-Sutra als Teil des buddhistischen Geistestrainings, das in Raum 1 angeboten und in vier Studienwochen und Retreats jährlich konkretisiert wird, werden in diesem Jahr einen Hauptbezugspunkt auch für die Rezeption der aktuellen Ausstellung durch die Meditationsschüler von TGR bilden.
Darüber hinaus bietet die Ausstellung selbst eine Fülle weiterer Anknüpfungspunkte, die in den nächsten Studienwochen und Retreats wieder aufgegriffen und weitergeführt werden sollen und natürlich können auch andere Gruppen von Interessentinnen und Interessenten Seminare zu eigenen Themenschwerpunkten und Fragestellungen anfragen.
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